Hochsprung ist eine Disziplin, die man nicht nur „lernen“, sondern fühlen muss. Genau deshalb sind lange Gespräche mit Athlet:innen und Trainer:innen so wertvoll: Du bekommst Details, die in keinem Regelheft stehen – was in der Praxis funktioniert, was im Kopf passiert, und welche kleinen Stellschrauben am Ende Zentimeter ausmachen.
Auf dieser Seite findest du die Hochsprung-Folgen aus dem MainAthlet – Leichtathletik Podcast gebündelt, inklusive Kurz-Zusammenfassungen, Key Takeaways und Ideen, wie du die Inhalte direkt in dein Training übersetzt. Wenn du neu bist: Starte mit Technik-Grundlagen (Fosbury Flop, Anlauf, Absprung). Wenn du schon springst: hör besonders auf Anlauf-Konstanz, Fußstabilität und mentale Routine – da liegen oft die schnellsten Zentimeter.
Hör mit Notizen: Schreib dir 2–3 Dinge auf, die du in der nächsten Einheit testest.
Mach’s messbar: Film 3 Anläufe oder zähl Sprungkontakte.
Investiere in Wiederholung: Ein Drill, den du 8 Wochen sauber machst, schlägt zehn neue Übungen.
Wer ist Christina? Christina Honsel gehört zu Deutschlands besten Hochspringerinnen (PB 1,92 m). Im Gespräch geht es nicht nur um Karriere und Meetings, sondern vor allem um Wintertraining, Belastungssteuerung bei Fußproblemen und die Frage, wie viel Höhe eigentlich über Technik kommt.
Trainingsstruktur: meist sechs Tage pro Woche, mit klaren Blöcken: zuerst mehr Kraft, später mehr Schnelligkeit/Sprünge/Technik.
Technik-Insight: Körperschwerpunkt bei ihr etwa 5 cm über der Latte – bei sehr guter Technik 1–2 cm.
Fuß als Schlüssel: nach Stressfraktur/OPs wurde Fußstabi Pflicht (Sand, Wackelbrett, Zehengang).
Mentales: Gedankenkontrolle, Drucksituationen (dritter Versuch), Routinen ohne Abhängigkeit.
Atmosphäre: Meetings mit Musik helfen, weniger zu grübeln. Song: „Losing It“ (Fisher).
Anlaufkontrollen als Standard (Marken checken).
Kurzer Anlauf als Technik-Booster (Qualität hoch, Belastung runter).
Fußstabi wie Zähneputzen: 10 Minuten am Ende, 4–6x pro Woche.
Perfekt, wenn du Hochsprung lernen willst oder ein solides Fundament bauen möchtest. Es geht um Basics, Technikaufbau und darum, nicht direkt nur „Höhe“ zu springen.
Vom Lernen zum Leisten: Basics sind wichtiger als frühe Bestmarken.
Technik-Schritte: vom einfachen Absprung (z. B. Schersprung) zum Flop, ohne Angst aufzubauen.
Training im Alltag: Hochsprung integrieren, ohne dich kaputt zu springen.
Woche 1: 2 Einheiten Anlauf/Rhythmus (ohne Latte), 1 Einheit Sprungkraft leicht
Woche 2: kurzer Anlauf + Pop-ups, weiter Anlaufkontrollen
Woche 3: erste Flops über sehr niedrige Latte, Fokus Hüfte + Timing
Woche 4: stabilisieren: weniger neu, mehr Wiederholung + Video-Feedback
Viele hören eine Folge, sind motiviert – und ändern dann alles. Im Hochsprung bringt dir das oft nichts. Besser:
Einen Fokus pro Woche wählen (z. B. „Anlauf-Konstanz“).
Ein Messkriterium definieren (Trefferquote, Video, saubere Sprünge).
Einen Mini-Drill einbauen (10 Minuten reichen).
Den Rest stabil lassen (Kraftplan, Umfang, Schlaf).
Nach 2 Wochen reviewen: Wenn’s besser wird → dranbleiben. Wenn nicht → eine Variable ändern, nicht zehn.
Technik & Grundlagen (Einstieg, Basics)
Performance & Feinheiten (Schwerpunkt/Timing/Detail-Cues)
Körper & Gesundheit (Fuß, Belastungssteuerung, Return-to-Play)
Kopf & Wettkampf (Routine, Fokus, Druck)
